laraum

Die Ausstellungsreihe „instructions“ nimmt die momentane Lage der ungewohnten Handlungsanweisungen zum Anlass, sich mit künstlerischen Handlungsanweisungen im Stil von Yoko Ono, John Cage oder Sol Le Witt zu beschäftigen.

In vielen Teilen der Welt sind Menschen momentan mit zahlreichen Handlungsanweisungen konfrontiert wie „Maske aufsetzen“, "Abstand halten“, "Hände desinfizieren". La Raum hat dies zum Anlass genommen über Handlungsanweisungen an sich nach zudenken und mit Hilfe eines fortlaufenden open calls nach künstlerischen Handlungsanweisungen für die momentane Situation zu fragen.

Alltagsprachlich sind Handlungsanweisungen oder Instruktionen sowohl Gebrauchsanweisungen oder Monateganleitungen als auch Anordnungen oder verbindliche Richtlinien. Die Instruktionen können schriftlich, mündlich, per Zeichnung sein. Dabei liegt jeder Handlungsanweisung die Möglichkeit der Interpretation bis zur Verweigerung des Ausführenden inne. Seit den 60ern haben Künstler wie Yoko Ono, John Cage oder sol le Wit sich dieser Tatsache bedient und das Publikum mittels Instruktionen, Notationen, Performances und Happenings aktiv beteiligt, wodurch die Teilnehmerinnen von passiven KunstkonsumentInnen zu aktiven InterpretInnen der Handlungsanweisung wurden. Die tatsächliche Ausführung bleibt dann demjenigen überlassen, der die künstlerische Instruktion ausführt.

In der ersten Runde von „!?Instructions—>“ zeigen wir 16 Positionen von KünstlerInnen aus verschiedenen Ländern. Von Charlotte Pfeiffers (Germany) scharfsichtigen und humorvollen "Instruktionen am Montag“, einem 5-teiligen Video-Podcast mit Instruktionen und Vorstellungen von Zuschauereinreichungen dazu, über Hannes Eggers hintergründig ironische „Windowperformance" (Audiostück), das mit den Stilmitteln einer musikalisch unterlegten Wellnessmeditation subtil beklemmende innere Bilder erzeugt, über rein textliche Instruktionen wie Soiba Zaidis (Pakistan) poetische melancholische "a bordom Choreography", in der man sich seinen Lieblingstischnachbar vorstellt, Arbeiten wie „back to nasty“, in der die Freiheit in der Einengung gesucht wird, Arbeiten mit politischen Aufforderungscharakter wie „voice extender“ von Benno Gaen Mais (Belgium) bis zu durch ihren destruktiven Charakter anarchistischen Arbeiten wie „Instruction“ von R. Prost (USA), einer letztlich undurchführbaren Anweisung: Würde man diese zu Ende durchführen, würde man sich selbst verletzen.

Die Arbeiten laden durch ihren unterschiedlichen Ton, Hintergrund und Charakter von bittend, poetisch, heiter, ironisch, auffordernd, streng bis hin zu anarchistisch, dazu ein, Handlungsanweisungen an sich zu reflektieren, mitsamt dem ihnen innewohnenden Handlungsspielraum und werfen andererseits ein Licht auf Themen wie Isolation, Distanz, Resilienz, die die Künstler in ihren Arbeiten beschäftigen.

Die Ausstellung ist online und offline zu sehen. Wer die Ausstellung vor Ort besuchen möchte, erhält persönliche "visit instructions" von La Raum.


visit instructions

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Sie erhalten dann eine Email mit den persönlichen Handlungsanweisungen für den Besuch.




oder Sie kommen einfach vorbei:

ab September
Donnerstags: 18:00 Uhr - 20:00 Uhr
Sonntags: 17.00 Uhr - 20:00 Uhr

Sie erhalten dann ihre persönlichen Instruktionen vor Ort